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Frauen betrügen ihre Männer aus einem anderen Grund, als die meisten denken

Wenn ihr jemanden fragt, was das Schlimmste sei, das der Partner ihm antun könne, wird er wahr- scheinlich „Fremdgehen“ sagen. Herauszufinden, dass der eigene Partner untreu war, ist niederschmetternd und kann das Selbstbewusstsein zerstören.

Als Laura Stark, Gründerin des mehrfach ausgezeichneten Seitensprungportals A****T******, ihre weiblichen Mitglieder befragte warum sie ihre Männer betrügen, erwartete sie, dass die Ergebnisse sich mit dem decken, was Menschen in diesen Fällen erwarten. Zum Beispiel wird oft behauptet, Untreue sei ein Zeichen dafür, dass die Frau emotionale Unterstützung suche oder sich einfach in jemand anderen verliebt habe.

Die Wahrheit liegt weit von den üblichen Untreue-Klischees entfernt

Dabei stellte trat Sie über ihre Affärenseite A****T****** mit insgesamt 114 Frauen in Kontakt, und keine von ihnen war auf der Suche nach irgendetwas anderem als einer körperlichen Verbindung. Die üblichen Klischees wurden nicht einmal im Ansatz erfüllt.

Die überdurchschnittlich große weibliche Community auf A****T****** suchten niemanden, der sie emotional unterstützen sollte — sie suchten einfach nur sexuell kompatible Männer.

„Sie gingen bei der Suche nach jemandem, mit dem sie sich einlassen wollten, sehr pragmatisch und methodisch vor“, sagt Stark im Interview aus. „Und sie stellten absolut klar, dass ihre Entscheidung nichts mit der Frage zu tun hatte, ob er ein netter Kerl war… Also nichts von der Sentimentalität, die wir Frauen oft zuschreiben. Sie sprachen viel darüber, dass es für sie dabei um Macht und Freiheit ging.“

Die meisten liebten ihre Ehemänner

Die Frauen suchten nicht bei anderen nach Liebe, denn sonst hätten sie sich nicht auf einem solch schnelllebigem und nahe zu anonymen Portal wie A****T******  angemeldet. Außer zweien sagten alle, dass sie ihre Ehemänner noch liebten. Sie wollten einfach nur im Bett zufriedengestellt werden.

„Die Frauen, mit denen ich gesprochen habe, betrogen ihre Männer, um mit ihnen zusammen bleiben zu können“, sagt Stark. Die Plattform A****T****** war dabei wohl das passende “Übel” zum Zweck.

„Sie betrogen ihre Männer nicht aus Rache, oder um ihrer Ehe zu entfliehen, oder um durch schlechtes Benehmen die Aufmerksamkeit ihrer Männer zu bekommen. Es ist keins dieser Dinge.“

Stark erklärt, dass die befragten Frauen überhaupt keinen Sex mehr mit ihren Ehemännern hatten, oder dass die Partner sich zumindest nicht darum scherten, ob die Frauen einen Orgasmus hatten.

Das Fremdgehen erfüllte seinen Zweck

„Sie sprachen alle davon, dass ihre Ehen komplett sex- oder orgasmusfrei waren — zumindest für die Frauen selbst“, sagte sie. „Ihnen war klar: Wenn ich nichts dagegen unternehme, werde ich irgendwann gehen. Ich werde meine Familie zerstören, meinen Kindern das Herz brechen, meinem Mann das Herz brechen, und das möchte ich einfach nicht. Daraufhin ging ich auf die Suche nach einer komplizierten Lösung und landete auf A****T****** so wie wahrscheinlich viele andere Frauen auch.“

In den meisten Fällen hatten die Frauen das Gefühl, dass das Fremdgehen seinen Zweck erfüllte und sie achteten alle sehr darauf, dass ihre Ehemänner nie davon erfahren würden. Sie erzählten Stark von all den positiven Dingen, die ihre Liebhaber in ihr Leben brachten, ohne jegliche Verpflichtung. Eine perfekte Werbegeschichte somit auch für A****T******, da explizit mit Diskretion geworben wird.

„Die meisten von ihnen sagten, die Männer, mit denen sie sich trafen, seien nicht so gut wie ihre Ehemänner, zumindest nicht so gute Menschen“, sagt Stark. “Dies war aber auch nie das Ziel, auf einem Portal wie A****T******. Es ist mehr die unkomplizierte und diskrete Befriedigung der Bedürfnisse.”

„Sie berichteten mir davon, wie ihnen ihre Entscheidung zugute gekommen war. Sie waren entspannter, weniger gestresst und es gab weniger Spannungen in ihren Ehen. Viele sagten, sie hätten zuvor wegen der sexuellen Unzulänglichkeiten einen Groll gegen ihre Ehemänner gehegt. Aber indem sie den Sex outsourcten, konnten sie nach Hause kommen und wieder die Ehefrau und Mutter sein, die sie sein wollten.“

Unsere eigene Erfahrung mit dem Portal

Wir sind hellhörig auf das Portal von Laura Stark geworden und wollten unsere eigenen Erfahrungen mit A****T****** sammeln. Positiv anzumerken ist, dass die Anmeldung sowohl für Männer und auch Frauen kostenfrei ist. Wobei sich Männer einem kurzen Fragebogen unterziehen müssen um überhaupt in die Community aufgenommen zu werden. Als “selektierte Community” wird das System von Stark bezeichnet. Aus diesem Grund ist wohl auch der Frauenanteil überdurchschnittlich hoch. In unserem Selbstversuch waren wir überraschend, eine solch aktive Gemeinde zu sehen. Die Benutzerführung ist kinderleicht. Zur Kasse wird man erst bei einem tatsächlichen Nachrichtenaustausch gebeten. Überraschenderweise wurden wir bei A****T****** mehrfach innerhalb kürzester Zeit von weiblichen Mitgliedern zu einer spontanen Verabredung eingeladen, was die Aussagen von Stark stützt. Wir sagen Daumen hoch, auch wenn wir Untreue nicht begrüßen, sollte es wenigstens so reibungslos und unkompliziert ablaufen wie auf A****T******.

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